Ausgleich – Ordnung – Bindung

Nachstehend meine kurzen Zusammenfassung, dir früher auch auf der HomePage zu finden waren:

Ausgleich

Dies ist der erste Bereich, welcher behandelt werden muss, damit eine Aufstellung erfolg-reich verlaufen kann.
Hier sind nur einige kurze Stichworte über die es sich nachzudenken lohnen könnte.

Regeln:

  • Der Frühere gibt, der Spätere nimmt
  • Nur jemand, der genug genommen hat, kann auch geben
  • Jedem ist sein Schicksal zuzumuten, und es gehört zu seiner Würde und Kraft, etwas Gutes daraus zu machen.

Anlässe: schweres Schicksal

  • Totgeburt oder Tod im Kindbett
  • Mord oder Selbstmord
  • Unglück
  • Krankheit

Zugangshinweis: depressive Grundstimmung
Formen von gestörtem Ausgleich:

Schuld / Lebenshemmung

Wenn sich ein Kind (aus welchen Gründen auch immer, zB. schwere Krankheit eines Elternteils) nicht traut, von seinen Eltern zu nehmen kann es sehr oft auch dazu führen, das eigene Leben nicht zu nehmen.

Nachahmung

Wenn ein Elternteil über den anderen schlecht spricht, ahmt das Kind oft den *schlechten* Teil nach und gerät dadurch in einen Gewissenskonflikt der bis zu Suchtverhalten führen kann.

Übernahme

Oft über-nehmen die jüngsten Kinder im System die Gefühle, Aufgaben und Pflichten von früh verstorbenen Geschwistern oder sonstigen Vorfahren, dies kann zu totaler Überforderung führen.

Ordnung

Dies ist der zweite Bereich, welcher berücksichtigt werden sollte in einer Aufstellung.
Hier sind nur einige kurze Stichworte über die es sich nachzudenken lohnen könnte.

Regeln:

  • Innerhalb eines Systems (Familie) hat ein Älterer Vorrang vor einem Jüngeren. Die Rangfolge ergibt sich durch die Dauer der Zugehörigkeit.
  • Das jüngere System hat Vorrang vor dem älteren System (zB Beziehungen)

Anlässe: Zusammenbruch von Grenzen

  • Tod durch Behinderung eines Elternteils
  • Doppelbelichtung durch die Eltern
  • Scheidung
  • Verschuldung eines Elternteils

Zugangshinweise: manische Grundstimmung
Formen von gestörter Ordnung:

Triangulierung

Dies tritt häufig auf, wenn Kinder als Verbündete in einen Konflikt der Eltern hineingezogen werden.

Parentifizierung

Das Kind übernimmt die Stellung der Großeltern und bevormundet die Eltern.

Doppelbelichtung

Das Bild einer Person wird unbewusst auf eine andere projiziert
- erkennt man oft daran, dass eine Person nicht so reagiert, wie es einer Situation entsprechen würde.

Bindung

Dies ist der dritte Bereich, welcher in einer Aufstellung berücksichtigt gehört.
Hier sind nur einige kurze Stichworte über die es sich nachzudenken lohnen könnte.

Regeln:

  • Jeder, der dazugehört, hat das Recht, dazuzugehören

  • Zugehörige sind:
    -> die Kinder, einschließlich der totgeborenen und verstorbenen
    -> die Eltern und Geschwister
    -> die Großeltern
    -> manchmal noch weiter zurückliegende Ahnen, wenn sie ein besonders schweres Schicksal hatten
    -> Alle, die zum Vorteil der bisher genannten Platz gemacht haben

Anlässe:

  • Ausschluss
  • Verschweigen
  • Wegschicken
  • Unrecht

Zugangshinweise: fallweise extreme Schwankungen zwischen depressiver und manischer Stimmung
Formen von gestörter Bindung:

Unterbrochene Hinbewegung

Als Kind haben wir das deutliche Bedürfnis uns zu unseren Eltern, besonders zu unserer Mutter hinzubewegen. Wenn diese gestört wird, entwickelt das Kind starke Gefühle wie Wut, hass, Verzweiflung, Resignation oder Trauer und verankert diese möglicherweise an jegliche Art von Hinzubewegung.

Typische Aussagen:
„Ich bitte nie um etwas“ – „Es hilft mir ja doch nichts“ – „Ich zeige meine Schwäche niemanden“

Identifizierung

Manchmal übernimmt ein Späterer von einem Früheren im System Verhaltensweisen, Glaubenssätze, Werte und/oder sogar Identität, entsteht oft dadurch, dass die frühere Person nicht gewürdigt wurde.

Nachfolge

Wenn Menschen früh versterben, kann es passieren, dass ein Spätererden Wunsch entwickelt, dem früheren nachzufolgen – äußert sich oft durch Suizidversuche und Neigung zu riskanter Lebensführung

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