Was?
Eine Familienaufstellung ist die bildliche Darstellung eines Teiles der Herkunftsfamilie der Klienten – insofern bildlich, als Repräsentanten für die einzelnen Familienmitglieder gewählt – und vom Klienten in einem vorher festgelegten Rahmen auf-gestellt werden.
Wann?
Eine Familienaufstellung ist bei jenen Problemen (Krankheiten, Beziehungen, Berufe, usw.) wirkungsvoll, welche sich entweder über Generationen hinweg „vererben“ oder auch für Menschen, welche immer wieder in gewissen Situationen übertrieben und/oder unangemessen re-agieren. (zB hysterische Anfälle, Zorn- und Wutausbrüche, Überaktivität)
Wie?
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den bisher nicht durchgeführten Ausgleich zwischen den damals beteiligten Personen
(bzw. deren jetzigen Repräsentanten) nachholt -
die Ordnung innerhalb der Familie und/oder Generationen wieder herstellt
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die notwendige Bindung jedes einzelnen Familienmitgliedes an das Herkunftssystem unterstützt
Manchmal genügt es, zu erkennen, dass bestimmte Verhaltensweisen von anderen Personen übernommen sind und nichts mit einem selbst zu tun haben.
Meist gehört zur Lösung des Problems noch zusätzlich, dass der Aufstellungsleiter
Klient
Ist Derjenige, welcher sein Problem aufarbeiten und lösen will.
Repräsentant
Sind Menschen, welche sich zur Verfügung stellen, um als Stellvertreter für bestimmte Personen aus dem Herkunftssystems des Klienten aufgestellt zu werden. Diese zahlen meist nur eine Selbstkostenbeitrag, obwohl es oft vorkommt, das Repräsentanten (und auch Zuschauer) genauso viel aufarbeiten wie der Klient.
Ablauf einer Aufstellung
Generell geht es in einer Aufstellung darum, bestehende Probleme zu erkennen und zu lösen und zwar auf einer *auf den ersten Blick meist hintergründigen* Ebene. Eine Aufstellung wird meist mit irgendwelchen Personen durchgeführt, welche Familienmitglieder oder Firmenteams repräsentieren.
Der *Aufsteller* – jene Person, welche ein Problem lösen will – sucht sich – nach einem ausführlichen Vorinterview durch den Aufstellungsleiter – Repräsentanten (Stellvertreter) für bestimmte Personen aus und führt diese danach an einen (deren) Platz – *stellt sie auf*
Auf Grund jahrelanger Erfahrungen kann aus dem entstehenden Bild schon einiges abgelesen werden und der Aufstellungsleiter entwickelt eine erste Theorie über die Ursache des Problems. Nach Befragung der Repräsentanten stellt er diese in etwas andere Positionen und holt sich wieder deren Feedback.
Nach mehr oder weniger intensiven Befragungen und Umstellungen sollte sich am Ende ein wohlgeordnetes und angenehmes Bild der Gruppe ergeben. Außerdem werden – unter Anleitung des Aufstellungsleiters -
begangene Ungerechtigkeiten ausgeglichen und aufgelöst.
Es gibt ähnliche Ansätze im hawaiianischen Schamanismus wobei hier mit Symbolen gearbeitet wird und die Aufstellung willkürlich durchgeführt wird d.h. hier muss am Ende *nur* eine wohlgefällige Ordnung herrschen und es wird nach keinen systemischen Regeln vorgegangen.